Renaturierung

In und mit der Natur – ein wichtiges Motto in der Unternehmensphilosophie

Mit seinem Sitz in Walkenried sind Formula und seine Belegschaft Teil des Südharzes und stark mit der Region und den Menschen, die darin leben, verbunden. Gerade deshalb steht der verantwortungsvolle Umgang mit Mensch, Natur und Umgebung im Fokus des unternehmerischen Handelns.

Unser Ziel ist es, den Abbau so schonend und effizient wie möglich zu gestalten und uns zusammen mit den Umwelt- und Naturschutzbehörden schon lange im Voraus Gedanken darüber zu machen, was wir der Natur durch sogenannte Renaturierungskonzepte zurückgeben können“, so Werksleiter Elmar Zimmer „Wir setzen dabei zum Beispiel auf kleine Abbauflächen. Durch dies können wir zeitgleich mit der Herrichtung bereits abgebauter Teilstücke beginnen, damit sich diese wieder frühzeitig ins Landschaftsbild einfügen."

Durch diese Form der Renaturierung ist es bereits an zahlreichen Abbaustellen wie z.B. am Lohofschen Bruch oder im Kranichstein gelungen, die Natur wieder in den karsttypischen Zustand zurückzuführen und sogar dafür zu sorgen, dass sich die Vielfalt der Flora und Fauna im Vergleich zum Ursprungszustand erhöht hat. Jedes Jahr investiert Formula rund eine halbe Million Euro in Neubepflanzungen oder in Maßnahmen, die die Natur in ihrer natürlichen Entwicklung fördern.

Artenreiche Wiesen, Magerrasen und ursprünglicher Laubwald

Eine weitere Möglichkeit einer Aufwertung des Naturraumes besteht darin, verbuschte Flächen in artenreiche Wiesen umzuwandeln. Die sogenannte Entbuschung wurde beispielsweise als Ersatzmaßnahme für das Abbaugebiet Röseberg am Grünen Band durchgeführt. Die Verbuschung, bei der sich Sträucher und Bäume unkontrolliert ausbreiten, ist die größte Gefahr, der das Grüne Band mit seiner Artenvielfalt ausgesetzt ist. Denn durch die Verbuschung entwickelt sich das Gebiet hin zu einem Wald und weg von der bestehenden vielfältigen Biotopstruktur.

Am Röseberg / Thüringen wird nahe des Kolonnenwegs eine Testfläche für Magerrasen gestaltet. Diese Grünflächen kommen üblicherweise an nährstoffarmen Standorten vor. Da Magerrasenflächen bedroht sind, müssen sie besonders geschützt werden. Sie dienen als Rückzugsgebiete vieler gefährdeter Tiere und Pflanzen, z.B. Laufkäfern, Wildbienen und Orchideen. Der Bereich in Thüringen ist optimal für Magerrasen, weil es sich um einen leichten Südhang handelt: Dadurch ist es warm und trocken genug.

Am Röseberg

Das Gebiet soll mit abgeharktem Mähgut von anderen Trockenrasen bestückt werden, um vielfältiges Saatgut bestmöglich zu übertragen.

Ebenfalls positiv entwickelt sich der Trogstein. Am westlichen Teil wurde hier nach dem Abbau eine große Trichterstruktur errichtet, die sich der Landschaft anpasst. Zahlreiche Orchideen siedelten sich inzwischen hier an und auch Tiere wie der Uhu sind ständige Gäste. Darüber hinaus wird der Nadelwald nach und nach wieder in einen Laubwald umgewandelt, so wie er ursprünglich in der Gegend vorkommt.