Künftige Abbaugebiete

Als Spezialgipshersteller ist Saint-Gobain Formula auf die Gipsvorkommen im Südharz angewiesen. Da es auf die Mischung der verschiedenen Gipse ankommt, werden stets nur kleine Flächen des Abbaugebietes nach Bedarf bearbeitet. Damit findet in keinem der zahlreichen kleinen Steinbrüche ein permanenter Abbau statt.

So konnten wir beispielsweise am Röseberg den Anwohnern entgegenkommen und uns auf bestimmte Abbauzeiten einigen“, erläutert der Leiter der Steinbrüche Matthias Andreß. „Wir sind klein, aber fein. Wenn es möglich ist, gehen wir gerne auf die Wünsche der Anwohner ein. Denn wenn man schonend für Mensch und Natur Gips abbauen möchte, kann es nur ein Miteinander geben.“

An zwei neuen Steinbrüchen in der Rüdigsdorfer Schweiz will Formula nun zeitnah mit dem Abbau beginnen und hat sich bereits vor über 15 Jahren die entsprechenden Bergrechte dazu gesichert. Im Februar 2016 wurden beim Bergamt in Gera für beide Vorhaben Hauptbetriebspläne und landschaftsplanerische Begleitpläne eingereicht.

Im Falle des Kuhbergs handelt es sich um eine Überarbeitung des bereits 1996 eingereichten Hauptbetriebsplans. Das Bergamt hat 2017 die Anträge genehmigt und aktuell haben die vorbereitenden Maßnahmen für die Infrastruktur (Brücke und Zuwegung) begonnen.

Für Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen versucht Formula für die Steinbruchvorhaben Flächen in der Rüdigsdorfer Schweiz zu erwerben. Dort will das Unternehmen gemeinsam mit den Umwelt- und Naturschutzbehörden die natürliche Entwicklung der Gebiete unterstützen und fördern.

Sollte der Kauf von weiteren Ausgleichsflächen in der Rüdigsdorfer Schweiz nicht gelingen, muss Formula hierfür in weiter entfernte Gebiete wie zum Beispiel den Thüringer Wald ausweichen. Der direkte Nutzen und Ausgleich für die Anwohner im Südharz wäre dann nicht mehr gegeben